Fiat Yamaha Fahrer und 2008er Weltmeister Valentino Rossi hat sich beim
Rennen in Phillip Island hervorragend von seinem Sturz beim
Zeittraining am Samstag erholt und ist bravourös hinter dem Sieger
Casey Stoner auf Rang zwei ins Ziel gefahren. Sein Teamkollege Jorge
Lorenzo zeigte ebenfalls eine gute Leistung und beendete das Rennen
nach vielen Zweikämpfen auf dem vierten Rang.
Nach seinem Fehler und dem Sturz im Zeittraining am Samstag
hatte Rossi am heutigen Renntag mit Nackenproblemen und Kopfschmerzen
zu kämpfen. Der Italiener ging vom 12. Startplatz ins Rennen und nach
einem guten Start kam er als Achter aus der ersten Runde zurück. Glück
hatte Rossi bereits nach wenigen Kurven, als direkt vor ihm Alex de
Angelis stürzte und Rossi das Motorrad von de Angelis um wenige
Zentimeter verfehlte. In der vierten Runde fuhr Rossi dann in einem
Yamaha-Trio um den Kurs. Hinter Teamkollege Lorenzo und Tech3-Fahrer
James Toseland hatte Rossi einige Mühen, sich an den beiden
Markenkollegen vorbeizukämpfen, was ihm schließlich nach mehreren
Versuchen gelang. Auf dem dritten Rang zog Rossi nun seine Bahnen und
verkürzte den Abstand von sechs Sekunden zum zweiten Nicky Hayden Runde
um Runde. In der letzten Runde setzte Rossi zur finalen Attacke gegen
den Amerikaner an und schnappte ihm kurz vor Schluss den zweiten Platz
weg. Mit dem 14. Podiumsplatz in dieser Saison verabschiedete sich
Rossi in eine kurze Pause, bevor am 19. Oktober in Malaysia das
vorletzte Rennen in dieser Saison gestartet wird.
Weniger zufrieden mit seinem vierten Platz war Jorge Lorenzo, der
von Position zwei ins Rennen gestartet war. Er verlor kurz nach dem
Start Plätze und reihte sich hinter James Toseland ein, den er aber
einige Runden später wieder überholten konnte. Als Rossi in der 13.
Runde an Lorenzo vorbeizog, versuchte der Spanier am Weltmeister dran
zu bleiben, was ihm aber nicht gelang. In den letzten Runden gelang es
Lorenzo, sich von seinen Verfolgern Toseland, Dovizioso und Nakano
etwas abzusetzen und das Rennen kontrolliert auf dem vierten Platz nach
Hause zu fahren.
Valentino Rossi, Platz 2
"Für mich war es ein
spannendes Rennen, von Anfang bis zum Ende! Leider habe ich gestern
einen kleinen Fehler gemacht und einen hohen Preis dafür bezahlt – mit
meinem Startplatz und mit meinem Körper! Heute morgen war mein Nacken
in Ordnung, aber ich hatte starke Kopfschmerzen. Ich möchte mich bei
Dr. Costa und seiner Clinica Mobile bedanken, die mich mit Massagen und
ihrem Können rechtzeitig für das Rennen in eine gute Form gebracht
haben. Mein Start war gut und ich hatte Glück, dass ich de Angelis nur
um wenige Zentimeter verfehlt habe, bevor ich zu Lorenzo und Toseland
aufschließen konnte. Beim ersten Versuch an James vorbeizugehen, dachte
ich, dass es geklappt hat, doch dann konterte er und ich wusste, dass
er ziemlich schnell unterwegs war und wir hatten einen tollen
Zweikampf! Er war sehr stark und es war sehr schwierig ihn zu
überholen, doch als es dann geklappt hatte, zog ich mächtig am Gas und
Nicky wurde immer größer. Es hat mir viel Spaß gemacht, bis zur letzten
Runde zu kämpfen und mit dem zweiten Platz bin ich sehr glücklich.
Danke an mein Team und an Bridgestone. Da Casey heute so stark war, ist
der zweite Platz vermutlich das beste Ergebnis, das heute für uns
möglich war."
Jorge Lorenzo, Platz 4
"Ich bin nicht gerade zufrieden
mit dem Rennen, denn ich wusste, dass es heute für einen Podiumsplatz
gereicht hätte. Ich bin aber nicht so gefahren, wie ich es eigentlich
kann. Toseland war einige Male vor mir und ich konnte ihn nicht
überholen und dann hat es nicht gereicht, um Valentino zu folgen, als
er vorbeizog. Ich denke, dass mein Rhythmus gut war um an Valentino
dran zu bleiben, aber es hat einfach nicht funktioniert. Auch wenn es
rechnerisch noch möglich ist, denke ich nicht, dass es für mich noch
für den zweiten oder dritten WM-Rang reichen wird. Wichtig für mich ist
jetzt, dass ich in den beiden letzten Rennen gute Ergebnisse abliefern
und die Saison gut abschließen kann. Das Team, die Reifen und das
Motorrad waren prima und wir haben gute Ergebnisse eingefahren, auch
wenn es noch ein bisschen besser hätte laufen können. Ich mag Malaysia
sehr und beim Wintertest haben die Michelin-Reifen gut funktioniert,
was mich zuversichtlich für das nächste Rennen stimmt."
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