Wechselhafte Bedingungen kennzeichneten beide Läufe der IDM-Superbiker
auf dem Sachsenring. Am Ende sicherte sich Yamaha Motor Deutschland
Fahrer Jörg Teuchert auf seiner YZF-R1 vor 30.000 Zuschauern einen
zweiten und einen fünften Rang und wertvolle Punkte in der
Meisterschaftswertung.
Das erste Rennen wurde auf nasser Strecke gestartet, doch den
Piloten, die auf Regenreifen ins Rennen gingen, war klar, dass die
Strecke abtrocknen würde. Im Gegensatz zur Superbike-WM, wo es in einem
Flag-to-Flag Rennen erlaubt ist, das Motorrad zu wechseln, sieht das
IDM-Reglement keinen Wechsel während des Rennens vor. Jörg Teuchert,
von Position zwei gestartet, übernahm sofort die Führung und konnte
sich leicht von seinen Verfolgern absetzen. Doch mit abtrocknender
Strecke litten die Regenreifen und Teuchert musste kampflos mit
ansehen, wie er seine Führung und 25 wichtige Punkte in der
Meisterschaft an Arne Tode abgeben musste. „Ich bin heute morgen im
Warm-Up durch eine Unachtsamkeit gestürzt und mir tut die Schulter
ziemlich weh, deswegen wollte ich im Rennen kein unnötiges Risiko
eingehen. Meine Reifen waren komplett am Ende und ich bin nur noch
gerutscht.“, so Teuchert nach dem Rennen. Am Ende überquerte Teuchert
mit 6 Sekunden Rückstand auf den Sieger Tode den Zielstrich.
Teamkollege Lukasz Wargala konnte seinen Aufwärtstrend auch im
Rennen fortsetzen und verpasste am Ende mit Rang 16 nur knapp die
Punkteränge. Weniger Glück hatte Nina Prinz. Sie verlor nach einem
Fehler Boden und musste dem Feld hinterherfahren, bevor sie das Rennen
vorzeitig abgebrochen hat.
Klarer waren die Verhältnisse im zweiten Rennen am
Sonntagnachmittag. Regen und keine Aussicht auf Besserung waren
angesagt, als die Superbiker zum zweiten Mal an den Start gingen. Für
Teuchert begann das Rennen mit einer Führung und in den ersten Runden
konnte sich der Franke um mehr als 8 Sekunden von seinen Verfolgern
absetzen. In der sechsten Runde kam Teuchert plötzlich direkt vor
seinen Verfolgern über den Zielstrich. Grund für den Zeitverlust war
Wasser, das durch die Lüftungsschlitze in seinen Helm eingedrungen war
und das Visier verschmierte. „Ich glaube, ich bin zwei Runden komplett
blind gefahren, meine Rundenzeiten waren aber nicht wirklich
langsamer.“, kommentierte Teuchert das Problem. „Erst eine Runde später
habe ich gar nichts mehr gesehen und nachdem ich das Visier geöffnet
hatte, kam es zu einem Verbremser und dem Zeitverlust, da ich stehen
bleiben und mit beiden Händen das Visier wieder schließen musste.“ Die
restlichen Runden lies es Teuchert auf seiner YZF-R1 etwas ruhiger
angehen und sah als Fünfter die karierte Flagge.
Auch im zweiten Rennen lief es gut für den zweiten Mann im
Yamaha Motor Deutschland Team. Lukasz Wargala nutze seine Chance, fuhr
ein konstant gutes Rennen und kam als Neunter ins Ziel. Für Nina Prinz
reichte es leider nicht für Punkteränge. Die Allgäuerin wurde am
Sachsenring als 19. abgewunken.
In der Meisterschaft führt Teuchert nach acht von 16 Rennen
weiter deutlich mit 172 Punkten, vor seinen Verfolgern Nebel (100
Punkte) und Tode (98 Punkte). Nina Prinz liegt mit 17 Punkten auf Rang
18, Lukasz Wargala hat mit 7 Punkten auf Rang 25.
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