Shanghai/China - 06.05.2007
Fiat Yamaha Team Pilot Valentino Rossi
lieferte sich beim Großen Preis der Türkei während des gesamten Rennens
einen packenden Zweikampf mit Casey Stoner, den der Italiener am Ende,
nach einem kleinen Fehler von Stoner, für sich entscheiden konnte und
als Zweiter die karierte Flagge sah. Für Colin Edwards, der zusammen
mit Rossi aus der ersten Reihe an den Start ging, verlief das Rennen
weniger glücklich. Der Texaner hatte vom Start an mit Reifenproblemen
zu kämpfen und konnte sich am Ende als Elfter ins Ziel retten.
John Hopkins fuhr noch vor der ersten Kurve an
die Spitze des Feldes, doch noch in der ersten Runde konnte sich Rossi
die Führung wieder zurückerobern. In der dritten Runde musste Rossi die
Spitze wieder abgeben und fiel hinter Stoner und Melandri auf Platz
drei zurück, wo er sich aber nicht lange aufhielt und seinen Landsmann
wieder überholen konnte. Rossi attackierte Stoner und lieferten den
Zuschauern ein packendes Katz-und-Maus Spiel, in dem beiden Piloten bis
ans Limit gingen. Die M1 von Rossi funktionierte während des Rennens
perfekt und der mehrfache Weltmeister war nie mehr als wenige Zehntel
hinter Stoner. Rossi konnte die Agilität und die hohen
Kurvengeschwindigkeiten seiner Yamaha in den ersten Bereichen der
Strecke nutzen, um an Stoner heran zu fahren und ihn zu überholen,
musste sich aber auf der langen Geraden immer wieder der
Ducati-Leistung geschlagen geben.
Das Duo fuhr beeindruckende Zeiten und nur
Hopkins war in der Lage, den Beiden zu folgen und den Rückstand auf
eine knappe halbe Sekunde zu verkürzen. Sieben Runden vor Ende des
Rennens unterlief Rossi beim Bremsen ein Fehler und er musste die
Strecke verlassen, was Hopkins nutzte und sich mit diesem Manöver auf
Platz zwei verbesserte. Rossi kämpfte weiter und schaffte es am
Amerikaner vorbei zu kommen und sich somit den zweiten Platz wieder
zurück zu holen. Doch Stoner war zu diesem Zeitpunkt schon enteilt und
überquerte den Zielstrich am Ende mit drei Sekunden Vorsprung auf Rossi
als Sieger.
Colin Edwards hingegen wurde bereits in der
ersten Runde auf den sechsten Platz zurückgereicht. Am Ende eines
schwierigen Rennens fuhr er enttäuscht und mit 35 Sekunden Rückstand
auf den Sieger als Elfter ins Ziel.
Valentino Rossi, Platz 2
„Ich hatte
heute sehr viel Spaß, ein sehr aufregendes Rennen und meine Yamaha lief
am Ende fantastisch. Wir wussten, dass diese Strecke für uns nicht sehr
einfach wird, doch der Kampf mit Stoner über das gesamte Rennen war
schon toll. Es ist zwar kein Sieg, aber ich denke der zweite Platz ist
für uns hier ein gutes Resultat. Ich wollte nicht aufgeben und mich mit
Platz zwei zufrieden geben, also habe ich gekämpft und versucht ihn zu
überholen, was mir auch öfters gelungen ist. Ich konnte mich nur nicht
vor ihm halten. Dann habe ich einen kleinen Fehler gemacht, als ich
beim Bremsen eine Welle erwischt habe, die Bremse noch einmal lösen
musste und von der Strecke abkam. Es ist schon schade, aber wenn man
Runde um Runde am Limit fährt passiert so etwas schon einmal. Das ist
Racing! Aber egal, ich wollte einfach nicht aufgeben und hatte dann
einen schönen Zweikampf mit John und war Zweiter. Ich denke, dass diese
20 Punkte sehr wichtig für uns sind und ich jetzt wieder Zweiter in der
WM-Wertung. Ich bin immer noch über das Ergebnis in der Türkei
enttäuscht, denn wenn ich dort keine Probleme bekommen hätte, wäre ich
gleichauf mit Stoner. Aber die Saison dauert noch lange und jetzt
kommen einige Rennen in Europa auf einigen meiner Lieblingsstrecken und
wir sind sehr gut gerüstet.“
Colin Edwards, Platz 11
„Über das
Rennen kann ich leider nichts Positives sagen! Ich dachte eigentlich,
dass für mich am Ende ein Podiumsplatz rausspringt, doch vom Start weg
fehlte mir Grip am Hinterreifen und es wurde während des ganzen Rennens
nicht besser. Ich glaube, dass wir vermutlich das beste Motorrad im
Starterfeld haben und habe mich noch nie so wohl gefühlt, doch
unglücklicherweise funktioniert das Gesamtpaket im Moment nicht für
mich und wir wissen einfach nicht, woran das liegt. Ich hatte einen
etwas anderen Reifen als Valentino, doch er konnte wieder einmal seine
Klasse zeigen. Ich will das Rennen so schnell wie möglich vergessen und
mich auf Le Mans konzentrieren, wo es für mich bisher immer gut lief.“
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